|

Waltraud und Friedrich Pfäfflin
Der Stuttgarter Hoppenlau-Friedhof
als literarisches Denkmal
Mit einer Einleitung von Udo Dickenberger
ca. 320 Seiten
15,5 x 22,7 cm
Broschur mit Schutzumschlag
€ 22,00 / SFr. 43,00
ISBN 978-3-89850-214-6
Erscheint im April 2011
Warengruppe 288
|
|
Zu einem der ältesten als Park erhaltenen Begräbnisplätze in Deutschland gehört der Hoppenlau-Friedhof in Stuttgart, eingerichtet im Jahre 1626 und belegt bis ins Jahr 1873. Die ältesten erhaltenen Grabsteine reichen bis ans Ende des 17. Jahrhunderts zurück: Den Anfang macht in diesem Buch Christian Friedrich Daniel Schubart, der auf der Festung Asperg lebendig Begrabene, der 1791 starb. Und eines der jüngsten Gräber bezeichnet die Begräbnisstätte eines Literaturpapstes seiner Zeit, Wolfgang Menzel, 1873,
berühmt als »Franzosenfresser«. Weniger bekannt ist: Er war Redakteur von Cottas ››Literaturblatt‹‹ zum ››Morgenblatt für gebildete Stände‹‹. Dort höhnte er über Goethes lasziven Lebenswandel, dort denunzierte er Gutzkows ››Wally‹‹-Roman politisch. Dazwischen liegen die Gräber der Carlsschul-Absolventen, die zusammen mit Schiller Carl Eugens »Sklavenplantage« besuchten; dazu kommen die Studienfreunde von
Hölderlin und Mörike oder von Hauff; die Porträtisten und Illustratoren; die Verleger und Buchhändler neben ihren prominenten Autoren: Wilhelm Hauff, Friedrich Haug, Gustav Schwab oder Gottfried von Pahl, der mit 5 PS schrieb, mit fünf Pseudonymen.
In der Hoppenlau liegen aber auch literarische Vorbilder für Leo Tolstoi, Johann Peter Hebel oder Wilhelm Raabe.
Zielgruppen u.a.:
– Stuttgarter, die sich für die Geschichte ihrer Stadt interessieren;
– Baden-Württemberger, die mehr über ihr Land wissen wollen;
– Touristen, die Literatur, Kunst und Geschichte der schwäbischen
„Genielandschaft“ erkunden möchten. |
|

Waltraud Pfäfflin,
ist Verlagsbuchhändlerin. Sie hat in Stuttgart, Hamburg, Paris und München in Verlagen gearbeitet; zuletzt in einer der großen Galerien in der Münchner Maximilianstraße.
Friedrich Pfäfflin,
geboren 1935, ist gleichfalls Verlagsbuchhändler und war 1976-2000 Leiter der Museumsabteilung des Schiller-Nationalmuseums in Marbach. Als Editor und Autor beschäftigte er
sich mit John Heartfield, Karl Kraus, Else Lasker-Schüler, Mechtilde Lichnowsky, Berthold Viertel, Christian Wagner; mit Schiller und Wilhelm Hauff. |