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Otto K. Deutelmoser
Bank- und Börsenkrise
Anmerkungen eines Bankers alter Schule
ca. 100 Seiten
11,5 x 18,7 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
€ 14,80 / SFr. 27,10
ISBN 978-3-89850-223-8
Veröffentlichung: Februar 2012
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„Die Unfähigkeit unserer
Politiker zum angemessenen
Umgang mit wichtigen
monetären Problemen ist
erschreckend und gefährlich
für Gesellschaft und Wirtschaft.
In dieser kontrovers geführten
Diskussion (um den
Euro) sind die Positionen
und Beurteilungen eines
Bankiers von Interesse, der
sich auf der Grundlage langjähriger
Erfahrungen äußert.
Dabei hat seine Stimme den
Vorteil, daß sie sich auf intensiver
Arbeit in der Wirklichkeit
von Geld, Kredit,
Währung und ihren Märkten
gründet. Deshalb ist zu
wünschen, daß der Beitrag
nicht nur auf den Tisch der
Teilnehmer an der Euro-
Diskussion kommt, sondern
vor allem bei den Entscheidungsträgern
intensiv zur
Kenntnis genommen wird.“
Prof. Dr. Johann Heinrich von Stein
Die Bank- und Börsenkrise hält
Europa in Atem
Der Kommentar zur Krise erfolgt vielfach als Verurteilung der „Gier der Banker“. Aber kaum davon beeindruckt treiben diese ihr fragwürdiges Spiel weiter. Bei den meist von makroökonomischen Vorstellungen geprägten Analysen der Nationalökonomen wird die – oft negativ zu beurteilende – Sonderentwicklung von Bank- und
Börsenwesen in den letzten Jahrzehnten übersehen. Diese beschreibt der Autor und stellt
dabei unter anderem fest: Die (Investment-) Banken haben weitgehend ihre Funktion als Dienstleister verloren, und die Börse, früher ein Ort, an dem der An- und Verkauf von Wertpapieren technisch abgewickelt wurde, gleicht heute einem Spielcasino. Er verweist
auf den zusehends größer werdenden Abstand zwischen Real- und Finanzwirtschaft. Weiter kritisiert er die Niedrigzinspolitik der Zentralbank, die allenfalls einen minimalen Einfluß auf die Konjunktur hat – statt dessen aber mit großzügiger Bereitstellung von Liquidität zu niedrigen Zinsen eine ausufernde Spekulation von Banken und der Börse ermöglicht.
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Außerdem verweist er auf die Verantwortungslosigkeit von Kreditgebern, für deren leichtsinnig eingegangene Risiken immer häufiger der Staat, d. h. der Steuerzahler, aus Unkenntnis der Regeln des Kreditmarkts geradesteht.
Mit solchen Äußerungen – oft konträr zu angeblich alternativlosen Maßnahmen der Wirtschaftpolitik oder der Zentralbank – will der Autor eine Diskussion dieses Problemkreises
anregen.
Dr. rer. pol. Otto K. Deutelmoser, geboren 1927 in München und in Oberschwaben aufgewachsen, hat nach Militärdienst und Kriegsgefangenschaft
in Tübingen studiert – zuerst einige Semester Physik, dann Nationalökonomie. Nach dem Abschluß als Diplom-Volkswirt 1953 und einer Tätigkeit bei der Commerzbank wurde er 1968 Generalbevollmächtigter und 1971 Vorstandsmitglied der Handelsbank Heilbronn. Nach deren Zusammenschluß mit zwei anderen
Regionalbanken zur Baden-Württembergischen Bank gehörte er bis 1992 dem Vorstand dieses Instituts an. Seit seiner Pensionierung beschäftigt er sich mit Wirtschafts- und Landesgeschichte. 2010 erschien bei Hohenheim „Die Ehrbarkeit und andere württembergische
Eliten“.
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