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Bernhard Vogels
Thüringer Kaleidoskop
Eine bunte Sammlung wichtiger, unterhaltsamer und kurioser Informationen
Herausgegeben und zusammengestellt mit Christine Lieberknecht, Michael Krapp und Otto Preu von Bernhard Vogel
170 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
11,5 x 18,7 cm
14,80 € / 27,10 Fr.
ISBN 978-3-89850-160-6
Erscheinungstermin: November 2007
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Wußten Sie, daß die Familie des Automobilerfinders Gottlieb Daimler aus dem thüringischen Lohenstein stammt? Daß Thüringen nicht nur ein Bundesland, sondern auch ein Dorf in Österreich ist? Oder daß die Hunderasse Dobermann nach seinem gleichnamigen Züchter aus Niederroßla bei Apolda heißt? Solche und viele ähnliche Dinge erfahren Sie aus Bernhard Vogels Kaleidoskop, das während der 3. Thüringer Landesausstellung erscheint. Mit ihr wird der 800. Geburtstag der Heiligen Elisabeth gewürdigt.
Der Ministerpräsident flieht
Anfang Oktober 1947 floh der Thüringer Ministerpräsident Dr. Rudolf Paul nach dem Westen. Zuvor hatte die SED seine Absetzung gefordert, weil er für einen demokratischen Rechtsstaat eintrat. Die Sowjets wollten aber die Westverbindungen des Politikers nutzen, der vor 1933 zu den Parteifreunden von Theodor Heuss gehört hatte, jedoch nach 1945 der SED beigetreten war. Als diese Verbindungen ihnen nichts einbrachten, ließen sie ihn fallen. Als Paul das merkte, fuhr er nach einer Feier im Thüringer Wald mit seinem Privatwagen nach Westberlin.
Als Saalfeld zu Kurköln gehörte
Im Jahre 1014 schenkte Kaiser Heinrich II. dem Pfalzgrafen Ezzo von Lothringen den karolingischen Königshof Saalfeld. Vierzig Jahre später überließ Ezzos Tochter Saalfeld dem Kurfürsten und Erzbischof von Köln. Kaiser Otto IV. verpfändete 1208 Stadt und Königshof den Grafen von Schwarzburg, die den Besitz 1389 an die Wettiner verkauften. Deren Nachkommen waren bis 1918 die Herren der Stadt.
Thüringer am Comer See
1856 kaufte die Prinzessin Marianne von Preußen eine große Villa in Caddenabia am Lago di Como. Deren Tochter Charlotte erhielt sie zu ihrer Hochzeit mit dem Erbprinzen Georg von Sachsen-Meiningen, dem späteren „Theater-Herzog“. Seitdem heißt sie Villa Carlotta. Ihren Ruhm verdankt sie ihrem großen Park sowie den Skulpturen von Bertel Thorwaldsen und Antonio Canova. Bis 1918 gehörte das schloßartige Gebäude den Herzögen von Sachsen-Meiningen. In der Nähe machte Konrad Adenauer mehrmals Ferien.
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Das Rennsteiglied und die Partei
Das Lied wurde am 15. April 1951 im Gasthof zum goldenen Hirsch in Hirschbach zum ersten Male von Herbert Roth (1926-1983), seiner Gesangspartnerin Waltraut Schulz und einer Instrumentalgruppe vorgestellt. Innerhalb kürzester Zeit war es der Wandergruppenschlager in der DDR. Roth avancierte trotz Gegenwind aus der SED zum sozialistischen Popstar. 1996 wurde von Roths Tochter Karin auf dem Rennsteig, 2 km unterhalb der Schmücke, also „auf der Oberhofer Höh’“, ein Gedenkstein enthüllt.
Professor Dr. phil. Bernhard Vogel, am 19. Dezember 1932 in Göttingen geboren, studierte in München und Heidelberg Politische Wissenschaft, Geschichte, Soziologie und Volkswirtschaft. 1965 wurde er Bundestagsabgeordneter (bis 1967), 1967 Kultusminister und 1976 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (bis 1988). Von 1971 bis 1988 gehörte er dem Landtag von Rheinland-Pfalz an. 1976 bis 1988 war Vogel Vorsitzender der Rundfunkkommission der Ministerpräsidenten, von 1979 bis 1982 Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, von 1979 bis 1992 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Zweiten Deutschen Fernsehens und von 1989 bis 1995 Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, der er seit 2001 wieder vorsteht. 1992 wurde er Thüringer Ministerpräsident(bis 2003) und 1993 Landesvorsitzender der CDU Thüringens (bis 2000). Von 1994 bis 2004 gehörte er dem Thüringer Landtag an. Anfang 2007 erschien von ihm und seinem Bruder Hans J. Vogel unter dem Titel „Deutschland aus der Vogelperspektive“ eine „Kleine Geschichte der Bundesrepublik“.
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