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Geschichte & Politik

 

Manfred Rommel
Vom Schlaraffenland ins Jammertal... Machen wir uns schlechter, als wir sind?

 
 

Manfred Rommel - Vom Schlaraffenland ins Jammertal

Manfred Rommel
Vom Schlaraffenland ins Jammertal
Machen wir uns schlechter, als wir sind?
ca. 300 Seiten
13,5 x 20,5 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
€ 19,90 / SFr. 36,00
ISBN 3-89850-137-X

Veröffentlichung: Juni 2006

 

In seinem 15. Buch erinnert Manfred Rommel an sein erstes, das vor einem Vierteljahrhundert erschienen ist. Damals, 1981, beschrieb er unter dem Titel „Abschied vom Schlaraffenland“ das unwiderruliche Ende des Wirtschaftswunders. Jetzt warnt er vor einem Absturz ins Jammertal und fragt: „Machen wir uns schlechter, als wir sind?“ Die Klagelieder, die so viele Deutsche anstimmen, sind seiner Meinung nach übertrieben und beruhen nicht selten auf einer falschen Wahrnehmung.

„Jammern ist in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft unverzichtbar“, schreibt Manfred Rommel ironisch. „Unangebrachte Zufriedenheit könnte das Land sonst lähmen, Stillstand würde eintreten, wo Bewegung gebraucht wird.“

Jammern ist freilich keine deutsche Spezialität, sondern hat eine europäische Tradition. Tatsächlich stehen uns die Franzosen beim Anstimmen von Klageliedern nicht nach. Wenn sie über die politische Lage sprechen, heißt es rauh: „Ça va mal“ („Es steht schlecht“), sofern man nicht sogar die Steigerung zu hören bekommt: „Ça ne va pas du tont“ („Es geht überhaupt nichts“).

Schon 1945 hatte Albert Camus geschrieben: „Die Franzosen neigen dazu, auf die schlechteste Möglichkeit zu setzen, wenn es sich um sie selbst handelt.“

Die Deutschen reagieren ähnlich. So lautet bei uns ein Sprichwort: „Jammern ist der Gruß des Kaufmanns.“ Daran halten sich inzwischen auch andere, was zum Beispiel bei den Amerikanern den Eindruck befördert hat, die einst so bewunderte deutsche Wirtschaft sei „ossified“ oder „sclerotic“, also verknöchert oder versteift. Aber kann sie das wirklich sein, wenn sie vor den USA Japan Export-Weltmeister ist?

 

Selbst der bessere Euro-Kurs, Leistung ausländischer Zulieferer für deutsche Produktion höhere Rentabilität japanischer Unternehmen berücksichtigt werden, läßt nicht leugnen, daß Industrie hierzulande nach wie vor konkurrenzfähig ist. Sie kann ihre Wettbewerbsfähigkeit allerdings mittel- und langfristig dann bewahren, wenn Reglementierungen Abgaben verringert werden. Denn nur so lassen sich großen finanziellen und sozialen Probleme, die wir zweifellos haben, wenigstens mildern.

Professor Dr. h. c. Manfred Rommel, geboren 1928 in Stuttgart als Sohn des späteren Feldmarschalls Erwin Rommel, war dort bis 1996 22 Jahre lang Oberbürgermeister, dreimal Präsident des Deutschen Städtetags und bis 1999 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Nach dem Studium der Rechte und der Zweiten Juristischen Staatsprüfung trat er in den Dienst der Regierung seines Heimatlandes Baden-Württemberg. Vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister war er Staatssekretär des Finanzministeriums. Seit 1981 veröffentlichte er vierzehn Bücher. Seine Erinnerungen „Trotz allem heiter“ (1998) standen lange auf den Bestsellerlisten. 2000 erschienen von ihm bei Hohenheim „Neue Sprüche & Gedichte“, 2001 „Holzwege zur Wirklichkeit“, 2002 „Ratschläge und fromme Wünsche“, 2003 „Das Land un die Welt“ und 2004 „Ganz neue Sprüche & Gedichte“.

 
     

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