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Geschichte & Politik

 

Manfred Rommel - 1944: Das Jahr der Entscheidung
Hätten durch eine Kapitulation im Westen 1944 die Russen von Mitteleuropa völlig ferngehalten werden können?

 
 

Manfred Rommel - 1944

Manfred Rommel
1944 – Das Jahr der Entscheidung

Erwin Rommel in Frankreich
256 Seiten mit zahlreichen
Abbildungen
13,5 x 20,5
Gebunden mit Schutzumschlag
19,90 € / 36.00 Fr.
ISBN 978-3-89850-196-5


Erscheinungstermin: Juli 2010

 

 

Eine Ausstellung im Stuttgarter Haus der Geschichte unter dem Titel „Mythos Rommel“ wurde 2008 zu einem großen Publikumserfolg. Noch immer interessieren Leben und Tod des bekanntesten deutschen Generals im Zweiten Weltkrieg offenbar viele Deutsche. Die einen beschäftigt sein legendärer Feldzug in Afrika, der ihm den Beinamen „Wüstenfuchs“ eintrug, und sein Verhältnis zum Widerstand des 20. Juli, die anderen sehen in ihm vor allem Hitlers populärsten General. Nun beschreibt sein Sohn Manfred Rommel aus eigener Anschauung und in Kenntnis wichtiger Quellen zum ersten Male ausführlich die spektakuläre Laufbahn seines Vaters, seine Einstellung zum NS-Regime und vor allem seinen Plan, durch eine Kapitulation der Wehrmacht in Frankreich den Krieg im Westen 1944 in der Hoffnung zu beenden, dadurch vielleicht den Vormarsch der Roten Armee im Osten stoppen zu können.

„Im Sommer 1944 waren“, schreibt der Autor in seinem Buch, „unter den Oberbefehlshabern von Heeresgruppen und Armeen die Feldmarschälle von Kluge und Rommel die einzigen, die Verbindung zu den Kreisen hatten, deren Gesamtheit heute als ‚der deutsche Widerstand’ bezeichnet wird. Gewiß hat Rommel 1944 von Plänen, Hitler zu beseitigen, etwas gehört. Schon der damalige Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Strölin hatte ihm im Frühjahr 1944 eine solche Möglichkeit angedeutet …

Rommel scheint aber nicht oder nicht mehr mit einem Attentat gerechnet zu haben. Er erwartete in der zweiten Julihälfte 1944 den Durchbruch der Alliierten. Wenn politisch gehandelt werden sollte, dann jetzt. Später hieß zu spät. Denn die deutsche Seite hatte nichts in der Hand. Die Hoffnung, es ließe sich ein Vertrag und ein Waffenstillstand mit den USA und Großbritannien vereinbaren, die Rommel ursprünglich für den Fall einer Abwehr der Invasion hatte, sah er als durch den alliierten Sieg in Frankreich gegenstandslos geworden an.

Womöglich hätte sich seiner Meinung nach nur erreichen lassen, daß Deutschland nicht erobert, sondern durch Einmarsch besetzt wird. Rommel ging davon aus, daß Amerikaner und Briten ein Interesse daran hatten, die Sowjetunion von Mitteleuropa fernzuhalten. Er war erschüttert, daß Hitler die Verschwörer hängen ließ und sah seinem eigenen Ende gefaßt entgegen. Schließlich wäre in Stalingrad, Tunis und Cherbourg auch kapituliert worden. Die Soldaten hätten den Entschluß, den Kampf im Westen zu beenden, verstanden. Das Attentat hingegen wäre, besonders von den SS-Divisionen, nicht ohne weiteres geschluckt worden. Die USA und England machten keinerlei Angebot zur Beendigung des Krieges, so daß, wer sich gegen Hitler auflehnte, um Frieden zu schließen, nichts in der Hand hatte, was das deutsche Volk hätte beruhigen können."

 

Manfred Rommel

Professor Dr. h. c. Manfred Rommel, geboren am 24. Dezember 1928 in Stuttgart, war dort bis 1996 22 Jahre lang Oberbürgermeister, dreimal Präsident des Deutschen Städtetags und bis 1999 Koordinator für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Nach dem Studium der Rechte und der Zweiten Juristischen Staatsprüfung trat er in den Dienst der Regierung seines Heimatlandes. Vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister war er Staatssekretär des Finanzministeriums. Seit 1981 veröffentlichte er achtzehn Bücher. 2000 erschienen von ihm bei Hohenheim „Neue Sprüche & Gedichte, 2001 „Holzwege zur Wirklichkeit“, 2002 „Ratschläge und fromme Wünsche“, 2003 „ Das Land und die Welt“, 2004 „Ganz neue Sprüche & Gedichte“, 2006 „Vom Schlaraffenland ins Jammertal?“ und Gedichte & Parodien“, 2008 „Schwäbisches Allerlei“ und „Auf der Suche nach der Zukunft“.

 
     

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