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Kultur & Gesellschaft

 

Klaus Schneider - Der Deutschen liebste Lieder
Was hören Angela Merkel und Katharina Witt, Gregor Gysi und Richard von Weizsäcker ganz besonders gerne?

 
 

Klaus Schneider- Der Deutschen liebste Lieder

Klaus Schneider
Der Deutschen liebste Lieder
Was Prominente gerne singen
oder hören
Herausgegeben von Gerhard Neef
und Jörn Fechner
Ca. 180 Seiten mit zahlreichen
Abbildungen und Notenbeispielen
13,5 x 20,5 cm
Gebunden mit Schutzumschlag
Ca. 17,90 € / 32.50 Fr.
ISBN 978-3-89850-199-6
Erscheint im Sommer 2010

 

 

Wie heißen die Lieblingslieder von Angela Merkel und Katharina Witt, von Gregor Gysi und Helmut Kohl, von Heike Drechsler und Richard von Weizsäcker? Klaus Schneider hat seit Mitte der neunziger Jahre viele bekannte Deutsche aus Ost und West gebeten, dem Publikum ihre liebsten Lieder zu verraten. Die meisten, die gefragt worden sind, haben geantwortet, und so ist ein Buch entstanden, das für jeden Liederfreund zum heiteren Erlebnis werden kann.

Sicherlich war manche Antwort auf Schneiders Anfrage auch diplomatisch oder taktisch motiviert, weil man eventuell nicht lange prominent bleibt, wenn das Bild, das die Öffentlichkeit von einem hat, beschädigt wird. Dennoch haben seit Mitte der neunziger Jahre mehr als 100 Prominente freundlich geantwortet. Zu ihnen gehören Adenauers Sohn Max und Egon Bahr, Kurt Beck und Kurt Biedenkopf, Marianne Birthler und Lothar Bisky, Karl Heinz Böhm und Heike Drechsler, Karl Theodor zu Guttenberg und Gregor Gysi, Peter Härtling und Erich Honecker, Dieter Hundt und Helmut Kohl, Ursula von der Leyen und Angela Merkel, Wolfgang Tiefensee und Jürgen Trettin, Sahra Wagenknecht und Jens Weißpflog, Richard von Weizsäcker und Katharina Witt, Klaus Wowereit und viele andere.

Lieder haben im deutschen Kulturraum eine lange Tradition. Man muß nicht auf die frühgermanischen Heldenlieder zurückgehen – noch die mittelhochdeutschen Versepen hießen Lieder, wie am Nibelungenlied abzulesen ist. Neben den Volksliedern, deren Autoren in der Regel unbekannt sind, entstand dann das von bekannten Verfassern stammende Kunstlied. Seit dem 18. Jahrhundert näherte sich das Kunstlied dem Volkslied, das nun wiederentdeckt und vor allem durch die Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ auch in literarischen Kreisen populär wurde. Die Verbindung von Dichtung und Musik führte zu sangbaren, ebenso einfachen wie innigen Kunstliedern, die besonders aus Deutschland und Österreich stammen, weshalb der Begriff Lied von anderen Völkern unübersetzt übernommen worden ist.

Unter Freunden wird der emsigeVolksliedforscher Klaus Schneider manchmal Bierschulz genannt, weil er bei eben diesem Grundnahrungsmittel in geselliger Runde so gern dem Volke aufs Maul schaut. In seiner anderen, eher stillen Welt der Bücher fand er in jahrzehntelangen Studien erstaunliche musikalische und historische Zusammenhänge. So entstand diese Auswahl interessanter Beispiele von Lieblingsliedern und ihre Geschichte als anregende Mischung von Kulturdokumenten – mit dem Mut zur Lücke, ohne den Anspruch auf Repräsentativität. In satirischen Randbemerkungen und karikaturistischen Briefmarken-Collagen fügt der begnadete Musikant mit dem Schalk im Nacken einige Prisen Pfeffer und Salz hinzu.

 

Klaus Schneider

Klaus Schneider, geboren 1936 in Unterloquitz/Thüringer Schiefergebirge, studierte Musikpädagogik in Jena, unterrichtete danach Musik an der Oberschule von Stadtroda und gründete dort eine Kapelle, aus der später die „Jeaner Oldtimers“ hervorgingen. 1961-73 arbeitete er bei Radio DDR in Thüringen und Berlin in den Redaktionen für Jugend, Tanz- und Volksmusik. 1973 wurde er Chefredakteur für Musik beim Berliner Rundfunk. Er trug wesentlich dazu bei, den Jazz in der DDR „hoffähig“ zu machen. 1980 erhielt er den Kunstpreis der DDR. Schneider spielte in verschiedenen Jazz- und Begleitformationen die seltene Es-Klarinette, Gitarre und Mandoline. Als Komponist schuf er vor allem Lieder und Chansons zu Texten bekannter deutscher Autoren. In den letzten Jahren befaßte er sich mit der Geschichte nationaler wie internationaler Lieder.

 
     

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